Um die Welt: Afrika - Asien

Reisetagebuch

31.Dez.2005

(Bereich: Asien Links)
alfred.ist.org/
Lars auf Abwegen
Linda
Mathias Schmid
Fred on Tour
Enduroreisende
Golden Triangle Rider
kapschefsky.lkw-allrad.de/

von RalEva um 06:30:56
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Buecher & Karten Asien(Bereich: Asien Literatur)
Reisefuehrer:

Unterwegs bekamen wir eigentlich nur die Reisefuehrer von Lonely Planet.
Doch darueber waren wir sehr froh, gibt es sie doch nur in den Hauptstaedten und Metropolen.
(Oder von anderen Reisenden zum Tausch bzw. Kauf)
Allerdings sind sie meistens sehr gut.

- Lonely Planet - Arabian Peninsula
- Lonely Planet - Iran
- Lonely Planet - Pakistan
- Lonely Planet - India
- Lonely Planet - Nepal
- Lonely Planet - Southeastasia (Wir fanden ihn viel zu oberflaechlich, was aber anhand der vielen Laender auch verstaendlich ist!!)
- Lonely Planet - Cambodia
- Lonely Planet - Laos
- Reise Know How - Thailand (Dank an Mathias)
- Lonely Planet - Thailand
- Lonely Planet - Malaysia

Karten:

- Reise Know How - Jemen (dort ist auch die neue Teerstrasse eingetragen!!)
- Michelin - Arika North East / Arabia, 1:4.000.000 (erstaunlich genau)
- World Map - Iraq, Iran, Kuwait, 1:2.000.000
- World Cart - Afghanistan, Pakistan, 1:2.000.000
- Reise Know How - Indien und Nepal
- Reise Know How - Indochina 1:1.200.000 Ausgabe 2006
- Reise Know How - Thailand 1:1.200.000 Ausgabe 2006


Sonstiges Lesenswertes mit Hintergrund:
- Tiziano Terzani - "Fliegen ohne Fluegel" - Sehr lesens- und empfehlenswert!!

von RalEva um 06:01:55
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24.Dez.2005

Weihrauchduft – RalEva im Jemen und Oman(Bereich: Asien)
Weihrauchduft – RalEva im Jemen und Oman






Liebe Freunde Verwandte und Bekannte!

Und schon wieder ist ueber ein Monat vergangen, es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt. Nun sind wir seit ca. 9 Wochen auf der arabischen Halbinsel und haben es schon bis Dubai (Sharjah) geschafft. Nun haben wir schon Weihnachten.



weihnacht2005





Es sieht so aus, als muessten oder duerften wir hier am Golf unsere Feiertage verbringen, die hier aber keine sind.

Langeweile wird wohl nicht aufkommen, denn wir moechten/muessen an unseren Motorraedern den Zylinderkopf ueberholen, damit uns die Teneres auch gut nach Australien bringen. Wir glauben, hier auf gute Mechaniker und Werkstaetten zu treffen, wovon wir im Iran, Pakistan und Indien nicht wirklich ausgehen.



Wieder einmal haben wir das Glueck, eine Unterkunft von einem netten Motorradfahrer zu bekommen. Stephan ist aus England und arbeitet schon seit 12 Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nun sitze ich an Stehans Laptop, schaue vom 14. Stock auf den Golf



aussicht wohnug dubai





und kann unser Glueck fast garnicht fassen. Die Hotels hier in den Emiraten sind noch teurer als im Oman und so was wie Backpacker gibt es hier kaum.

So warten wir nun auf unser Visa fuer Iran, (N 25° 13.646’ E 055° 15.963’) das fuer Pakistan (N 25° 15.211’ E 055° 18.458’) und Indien, (N 25° 15.295’ E 055° 18.511’) haben wir schon!!

Fuer alle Visa muss vorher noch irgendwas anderes irgendwo geklaert werden, da wir keine Aufenthaltsgenehmigung fuer die Vereinigten Arabischen Emirate besitzen. Was wissen wir auch nicht, aber eigentlich sollte es keine Probleme geben, es dauert nur ein paar Tage. Beim iranischen Konsulat wurden wir sehr fortschrittlich bedient und empfangen, das hat uns ueberrascht, doch bat man uns anstatt der 10 gewuenschten Tage, in 7 Tagen durch das Land zu reisen. Dort scheint man noch immer skeptisch gegenueber Individualreisenden zu sein. In der Vergangenheit war es immer einfach sein Visum im Land zu verlaengern, wollen wir mal hoffen, dass es noch immer so ist. Hoert man in den letzten Wochen doch seltsame Dinge vom neuen iranischen Praesidenten.



Ja, um nun mal mit dem Erlebten weiterzumachen: Beim letzten mal endete unsere Geschichte beim Verladen der Motorraeder in Djibouti. Natuerlich war damit unser Abenteuer auf einer Dau (Dhow – Holzboot) nicht beendet.

Auf offenem Meer war es sehr angenehm, wie uns der Wind um die Nase wehte und die Schwuele war im wahrsten Sinne des Wortes verflogen.

Obwohl man uns versicherte, es gaebe sehr gute Mechaniker in Aden (Jemen), begab ich mich an mein Motorrad, welches Afrika ja nicht aus eigener Kraft verlassen wollte, irgendwie schien uns der “Schwarze Kontinent” festhalten zu wollen??!! Man bedenke all die Pannen der letzten Tage.

Nun ja, das Problem war dann zum Glueck schnell gefunden, nach einigem Schrauben und Austauschen war es ein durchgeschmortes Relais, das wir auch “zufaelligerweise” als Ersatzteil mit uns hatten. : - ) 

Unser Schiff ist ein Boot aus Indien und schippert hier um die arabische Halbinsel umher. Die Besatzung ist extrem freundlich und hilfsbereit, versteht leider kaum einen Brocken englisch : - ( 

Bald gibt es fuer alle waszu knabbern, was der Schiffskoch in einer kleinen Ecke auch dem Boot zubereitet.



schiffskoch





Unser Abendessen: Linsenbrei mit Fladenbrot, wirklich schmackhaft!



schiffsessen





Auch Eva hat viel Spass auf dem Schiff, wie man sieht:



schiffstoilette





Die Nacht auf dem Schiff ist dann nicht ganz so gemuetlich, aber wir finden einigermassen Schutz auf ein paar Holzplanken vor den unzaehligen Kakerlaken. Die See ist recht ruhig, was man allerdings vom Schiffsmotor nicht behaupten koennen, so bekommen wir kaum ein Auge zu und erreichen uebermuedet am naechsten Morgen den Hafen von Aden im Jemen.



aden hafen





Zu unserer Ueberraschung muessen die Motorraeder an Bord des Holzschiffes bleiben, waehrend wir unsere Einreise erledigen. Die verlaeuft mal wieder ziemlich problemlos und wir bekommen 3 Monate Aufenthalt.

Der jemenitische Agent unserer Dau bittet uns, schon mal 20 US $ parat zu legen, damit die Einreise schneller ueber die Buehne geht. Au Backe, das schon wieder, aber darauf ist Eva ja mittlerweile spezialisiert und kuemmert sich um die Angelegenheit. Nach ca. 3 Stunden hat sie die Beamten ueberzeugt, dass wir nichts bezahlen muessen und die Teneres duerfen an Land gehievt warden.

Es ist Mittag und wir sind hundemuede, so machen wir uns auf die Suche nach einem Hotel in der Stadt. Garnicht so einfach was passendes fuer unsere Motorraeder zu finden, denn abgeschlossene Parkplaetze scheinen hier nicht zu existieren, im Aden Gulf Hotel (N 12° 46.900’ E 045° 01.975’) finden wir dann einen kleinen Kaefig, wo unsere Motorraeder gerade so reinpassen. Am Abend “stuerzen” wir uns dann in das Leben auf der Strasse. Alle Frauen laufen hier schwarz verschleiert herum, nur die Augen sind zu sehen und bei manchen Frauen sind selbst diese noch bedeckt.

Im Restaurant weist man uns in das “Familienabteil”, hier duerfen auch Frauen am oeffentlichen Leben teilhaben, geschuetzt vor all den Blicken der anderen Maenner. An den Tischen sieht es aus, als haette eine Bombe eingeschlagen, beim Essen scheint es richtig zur Sache zu gehen?!

Aber keine Klagen, denn das jemenitische Essen ist preiswert und sehr gut.



essen salta





Unser naechstes Ziel ist Sanaa, die legendaere Hauptstadt Jemens. Auf dem Weg dorthin machen wir Bekanntschaft mit der sehr sportlichen Fahrweise der Einheimischen, man koennte fast meinen, sie fahren agressiv. So wird jede moegliche und auch unmoegliche Situation genutzt, um zu Ueberholen und keine Luecke ist zu klein, um sich nicht hineinzuzwaengen. So fahren wir hier etwas zurueckhaltender, denn auf einem Motorrad hat man nicht viele Rechte. Klar, das kennen wir ja schon von anderen Laendern.

Der Weg nach Sanaa fuehrt kurz nach Aden in die steinigen Berge bis auf ueber 2.000 Meter, hier herrschen wieder angenehme Temperaturen und es ist nicht mehr so schwuel, wie am Meer.

Immer wieder warden wir an Kontrollpunkten angehalten und es wird nach einem Permit (Genehmigung) gefragt, doch dank Ariane passieren wir diese Kontrollen sehr schnell, denn sie war so nett, uns auf arabisch niederzuschreiben, wer wir sind, wo wir herkommen und was wir vorhaben. Als man bei den Kontrollen erfaehrt, dass wir aus Deutschland sind, ist sowieso alles kein Problem mehr. Deutschland scheint Jemen stark zu unterstuetzen und (fast) alle behaupten Deutschland sei gut.

Auch in den kleine Doerfern heisst man uns immer willkommen und an jeder Ecke hoeren wir “Welcome to Yemen”!



welcome to yemen





Die Strassen sind ueberraschenderweise in einem guten Zustand, so gelangen wir innerhalb eines Tages durch herrliche Gegend und vorbei an unzaehligen Burgdoerfern



burgdoerfer





burgdoerfer eva





nach Sanaa. Dann bleibt uns nach dem Verkehrsgewuehl erst mal die Spucke weg, denn wir haben nun die Altstadt von Sanaa vor unseren Augen.



sanaa 1





In dem warmen Licht der Nachmittagssonne sind wir von diesem Anblick einfach hingerissen.



sanaa 2





Ein Zimmer bekommen wir im Hotel Felix Arabia leider nicht, aber dafuer koennen wir auf dem Dach zelten



sanaa camping





und unsere Motorraeder stehen sicher im schoenen Garten und das alles mitten in der Altstadt.

Hier in Sanaa bleiben wir ein paar Tage, schauen uns den alten Souk an



sanaa gewuerzmarkt





sanaa bei nacht





sanaa bei nacht 2





und lassen uns von der Altstadt faszinieren. Aber wie so oft ist der Aufenthalt in einer Hauptstadt mal wieder mit “Arbeit” verbunden, denn um unsere Reise weiter fortsetzen zu wollen, benoetigen wir ein Visum vom Oman, welches wir allerdings in einer halben Stunde bekommen, sie wollen noch nicht mal ein Foto, nur 21 US $. Unsere Fahrerlaubnis, die wir bei der Touristenpolizei (N 15° 21.358’ E 044° 11.686’) beantragen zieht sich allerdings hin, jetzt waren wir schon 3 mal dort und immer wieder bekommen wir andere Auskuenfte bzgl. unserer geplanten Reise von Sanaa nach Marib, Shibam und weiter zur omanischen Grenze. Nach der Unterstutzung der hilfsbereiten Manager des Arabia Felix Hotels sprechen wir mit einem weisungsbefugten Polizisten, der uns dann eine Genehmigung ausstellt, nachdem wir ihm schriftlich erklaeren, dass wir auf eigene Gefahr reisen. Individualreisende gibt es nicht viele im Jemen und in der Vergangenheit wurden auch schon mal Touristen entfuehrt.

Und dann sind da noch die Lenkkopflager unserer Teneres, die schon seit Aethiopien Probleme machen, so haben wir das Gefuehl, wie auf Eiern zu fahren und das Kurven fahren ist absolute kein Vergnuegen mehr. Mit jedem Kilometer wird es schlechter und das rapide. Leider haben wir in Namibia keine originalen Yamahateile verwendet! Oder man hat dort Fehler beim Einbau gemacht? Wir wissen es nicht, aber es ist schon seltsam, dass beide Lager nach nur ca. 20.000 Kilometern verschlissen sind!!! Das haben wir mit den Originalen noch nie erlebt.

Nun ja, das Wechslen der Lenkkopflager traue ich mir nicht so recht zu, aber Schrauber gibt es ja ueberall, so gehe ich zu “meinem Schrauber von nebenan”



sanaa schrauber





und schildere ihm mein Problem, er meint, es sei kein Problem, ich solle einfach mal rumkommen. Also hole ich meine Tenere, mein gutter Schrauber teilt mir mit ich solle in 2 Stunden wiederkommen, dann sei alles erledigt. Nun ja, mittlerweile bin ich ja etwas skeptisch, wenn man behauptet, alles sei kein Problem. So biete ich eine jemenitisch-deutsche Zusammenarbeit an, was sich dann auch als ganz hilfreich erweist, denn so problemlos, wie anfangs behauptet ist es dann doch nicht und ich kenne unsere Motorraeder nun mal besser als er, aber gemeinsam klappt es dann ganz gut. Bis zu der Stelle, wo die Lagerschalen aus dem Rahmen zu hauen sind, denn bei den Teneres ist nahezu kein Ansatzpunkt zu finden. Von meinem alten Kumpel Dirk Erker weiss ich ja, dass er immer was angeschweisst hat, um es besser rausschlagen zu koennen, dabei war ich allerdings nie. Doch siehe da, der Nachbar hat ein Schweissgeraet und ruckzuck ist die Lagerschale rausgekloppt! Das naechste Problem ist dann das Lager, welches wie “festgenagelt” auf der Achse sitzt. Mit viel Gewalt und auch Geschick haut der Mechaniker das Lager runter und ich habe kein sehr gutes Gefuehl dabei. Aber was soll ich machen, ich koennte es mit Sicherheit nicht besser!

Nach 3 Stunden gemeinsamer Arbeit ist dann tatsaechlich alles erledigt, das neue Lager aus dem Autozubehoer sitzt und es fuehlt sich gut an, wieder ueber die Strasse zu rollen, ohne so rumzueiern. Ich denke mir nur, hoffentlich haelt es bis Dubai, dort wollen wir dann wieder hochwertigere Lager, diesmal von Emil Schwarz einbauen, er hat ja schon unsere Schwingen vor der Reise hervorragend ueberholt.

Zurueck im Hotel laedt uns Anita zu einer 4-taegigen Autorundreise in die Umgebung von Sanaa ein. Wir ueberlegen nicht lange, wir fahren mit! Das ist mal was anderes und Anita ist eine sehr nette aeltere Dame (in den 70ern). Sie ist englischer Abstammung, hat aber den groessten Teil ihres Lebens in allen moeglichen Erdteilen verbracht, momentan wohnt sie in Kuala Lumpur in Malaysia – prima, haben wir dort nun auch schon eine Anlaufstelle.

Nun lassen wir uns von unserem Fahrer herumkutschieren. Die auf Felsen gebauten, burgenaehnlichen Doerfer



burgdorg jemen





sind schon sehr beeindruckend. Wir fahren durch wilde Berglandschaft



wadi sara





und bereuen es bald, nicht auf den Motorraedern unterwegs zu sein. Immer wieder tauchen neue Doefer auf, eins ist schoener als das andere.



al hajarah





Von weitem, leider sieht es von Nahem oftmals anders aus.



anit ev dorf





So viel Dreck haben wir noch in keinem Land gesehen!!!

Nachmittags geginnt dann das allgemeine Katkauen, und fast jeder Mann rennt mit einer dicken Backe durch die Gegend, hier wird halt nicht geraucht, sondern man betaeubt auf anderem Wege seine Sinne



katkauen





In Manakah erleben wir dann noch ein schoenes Naturschauspiel.



manakah su





Mit unseren Motorraedern verlassen wir dann Sanaa in Richtung Marib. Nach ein paar Kilometern moechte man auch schon unser Permit sehen und gibt sich mit unserem arabischen Zettel nicht zufrieden. Wir haendigen immer eine Kopie aus, so ist die Prozedur einfach und umkompliziert, auf der ganzen Strecke bis zur Grenze benoetigen wir ca. 15 Stueck. Von den Bergen um Sanaa fahren wir auf ausgezeichneter Asphaltstrasse hinunter in die Auslaeufer der Rub Al Khali Wueste. In Marib bleiben wir 1 Nacht, koennen aber weder den Sehenswuerdigkeiten noch der Stadt etwas abgewinnen. Am naechsten Tag brettern wir dann durch langweilige Wueste nach Shibam, dem Manhatten der Wueste. Das ist schon mehr nach unserem Geschmack, wir bummeln durch die Gassen der alten Stadt und lassen uns vom Weihrauchduft betoeren. Shibam liegt im Wadi Hadramaut, dem groessten Wadi der arabischen Halbinsel. Es wirkt wie eine riesige Oase, die sich durch das Tal schlaengelt.



Sorry, ich habe schon wieder ein paar Bilder geloescht, deswegen nix von Shibam und Wadi Hadramaut.

Das verursachte bei mir mal wieder Magenschmerzen, aber nun versuche ich ein System anzuwenden, damit es nicht wieder voekommt, ich glaube, ich bin urlaubsreif!!



Bei Tarim verlassen wir das Wadi und gelangen in eine Steinwueste, Bei der Mittagspause gabelt uns die Polizei auf und begleitet und bis kurz vor die Grenze, wo wir dann entscheiden, beim Militaer zu uebernachten, da es schon dunkel wird. Ausserdem sind 630 Km sind wohl genug fuer heute. Allerherzlichst werden wir dort aufgenommen und man serviert uns sogar Tee und ein Abendessen (Linsenbrei mit Fladenbrot).



soldatenessen





Im Zelt und in der Wueste schlafen wir endlich mal wieder ungestoert und ruhig.



soldatencamp





Am naechsten Morgen bringen die Soldaten uns dann zur Grenze und wir erledigen die Ausreiseformalitaeten. Nach ein paar Minuten ist sind wir dann schon im Oman, wo alles auf einmal so ordentlich ist. Zur Einreise wird auch diesmal ein Carnet de Passage verlangt und unser Gepaeck wird oberflaechlich untersucht. Seltsamerweise muessen wir nun noch 50 Km Piste hinter uns bringen,



PISTE OMAN





bevor wir auf die neue Teerstrasse nach Thumrain gelangen. Pisten haetten wir eher im Jemen, denn im Oman erwartet, aber in ein paar Monaten wird auch das letzte Stueck geteert sein. Zur Info fuer andere Reisende, es gibt eine nagelneue Teerstrasse von Sanaa bis zur Grenze die wir gerade hinter uns gebracht haben!!

Das Gebirge Jebel Al Qara umgibt die Gegend um Salalah und als wir es queren, erleben wir eine wahre Ueberraschung, denn ploetzlich wird es kuehler und wir sehen grasende Kuehe, ja grasend, denn auf der Suedflanke der Berge ist es auf einmal gruen!!



JEBEL AL QAMAR





In Serpentinen geht es dann hinunter nach Salalah und auch dort ist viel Gruen zu sehen und vieles wird bewaessert. Sehr ungewohnt so etwas, umgeben von Wueste, zu sehen. Dank Dirk Schaefer von der Motorradkarawane muessen wir kein Hotel suchen, sondern finden mit GPS sofort das Salalah Hotel (N 17° 01.161’ E 054° 05.841’)

Das Zimmer kostet 12 Rial (ca. 25 Euro), aber so sind die Preise im Oman und unsere Motorraeder koennen wir in das Hotel stellen.



SLALAH HOTEL MOTO





Da sich das Lenkkopflager an Evas Tenere auf dem Weg von Sanaa hier hin extrem verschlechtert hat, muessen wir handeln und ein neues aus dem Autozubehoer besorgen, bei einem Inder wird es dann auf der Strasse eingebaut und auch hier arbeite ich mit ihnen zusammen. Entgegen der anfaenglichen Aussage kann man hier wohl doch nicht schweissen und als es daran geht, die Lagerschalen herauszubekommen, wird ers schwierig. Der Sohn meint, wir beide muessten doch nun was essen und trinken, so gehen wir los und als wir zurueckkommen, hat der Vater die Lagerschalen irgendwie herausbekommen. Echt clevere Taktik, wer weiss wie er den Rahmen maltraetiert hat??

Am Abend laufen wir ans Meer



SLALAH STRAND SU





und zum Souk,



SALALAH SOUK





wo wir Weihrauch kaufen,



SALALAH WEIHRAUCH





das gehort wohl zum ueblichenTouristenprogramm im Oman.



An der Kueste geht es zunaechst nach Mughsail,



MUGHSAIL RALF





und dann sehr spektakulaer ueber Serpentinen bis auf 1.000 Meter hoch, bestimmt eine der interessantesten Strassen im Oman und mit neuem Lenkkopflager auch wieder zum Geniessen!! : - ) 



kamele eva





Auf dem Weg entdecken wir auch die Weihrauchbaeume,



weihrauchbaeume eva





welche das Land einst so reich machten.

Zum Mittagessen gibt es leckeren Fisch in Mughsail, den Nachmittag und die Nacht verbringen wir am schoenen Strand.

Am naechsten Tag brechen wir erneut unseren Kilometertagesrekord, als wir unser Zelt in den Duenen aufschlagen,



wuestencamp oman





haben wir tatsaechlich 675 Km abgerissen. Aber was sollen wir auch den ganzen Tag machen? Waehrend der Fahrt durch die oede Landschaft sucht das Auge staendig nach einer Abwechslung, wir muessen uns wirklich immer wieder was einfallen lassen, um nicht einzuschlafen.



oede wueste 1





oede wueste 2





oede wueste 3





So denke ich oft an Freunde und Familie oder singe irgendwelche Lieder, die mir gerade einfallen. Es ist aber wohl besser, keine Hoerprobe zu veroeffentlichen ; - ) 

Bis Nizwa ist es am naechsten Tag nicht mehr weit,



nizwa altes fort





dort werden wir an einem Hotel von deutschen Pauschalreisenden herzlich begruesst und wir bekommen sogar eine kalte Limomade ausgegeben. Allerdings sind wir nicht bereit, 70 Euro fuer das attraktive Falaj Daris Hotel zu zahlen, so steigen wir im billigeren Majan Guesthouse (N 22° 53.218’ E 057° 31.573’) ab, wo wir immerhin noch 35 Euro zahlen. Wirklich preiswerte Unterkuenfte scheint es im Oman nicht zu geben, doch der Standard ist sehr hoch, so bekommen wir erneut ein riesiges Zimmer mit TV und eigenem Bad. Nizwa ist ein netter Ort mit einem beeindruckendem Fort und einem schoenen Souk,



nizwa fort





allerdings fehlt hier der Charme von Orten wie Sanaa im Jemen oder Fes in Marokko. Aber so ist es vielleicht, wenn der Reichtum in Form von Klimaanlagen etc. Einzug erhaelt.

Weiter geht es nach Muscat, wo wir in Mutrah im Naseem Hotel absteigen. Muscat beeindruckt mit seinen gruenen Randstreifen an der Hauptstrasse, wirklich sehr unwirklich! Hier wird alles begruent und bewaessert und ist ein unglaublicher Kontrast zur trockenen und eher trostlosen Landschaft.

Wir sind im Hafen von Mutrah untergekommen, und beim Einchequen ins Hotel steht auf einmal Kenric vor mir. Das letzte mal sah ich ihn im Maerz in Windhoek in Namibia. Mal ehrlich, die Welt ist doch wirklich klein, oder? Kenric kennt zudem noch Klaus Demel (www.Einfach-Losfahren.de), der Touren im Oman anbietet und Reifen fuer uns mit nach Dubai bringt.

Bei Yamaha in Muscat ist man sehr behilflich, bezweifelt aber, dass wir hier die Teile bekommen koennen. So notieren wir, was wir alles zu einer Zylinderueberholung benoetigen und bestellen die Teile bei Kedo in Deutschland, damit sie dann nach Dubai geschickt werden koennen.

Ein paar Tage verbringen wir u.a. mit Kenric, Markus und Heinz in Mutrah,



mutrah nacht





Dieser Stadtteil von Muscat mit seinem schoenen Souk Hafen, Corniche (Promeniermeile) und Fischmarkt



muscat fischmarkt





ist wirklich sehr angenehm.

Dann machen wir uns auf, um die Kueste zu erkunden. Leider werden wir auf den Pisten von den einheimischen Gelaendefahrzeugen eingestaubt, denn es ist die Hoelle los und wie wir erfahren ist gerade ein langes Wochenende.

Dementsprechend muessen wir uns die schoensten Plaetze an der Kueste mit all den anderen teilen. Dennoch sind wir fasziniert von den gruenen Oasen im Wadi Shab oder Wadi Tiwi.



wadi tiwi





wadi tiwi 2





Die Nacht verbringen wir am Strand und koennen fast nicht glauben, dass hier nachts das Meer leuchtet. So stehen lange am Strand und schauen zu,wie sich die Wellen brechen und dabei ein Leuchten verursachen.



nacht am meer oman





Am naechsten Tag geht weiter an der Kueste entlang und in Sur treffen wir erneut auf Kenric, gemeinsam zischen wir uns eine Cola, dann tauchen auch noch die beiden Deutschen auf, die mit ihrem Baby auf Fahrraedern durch den Oman kurven. An fruehen Nachmittag sind wir schon am Strand von Ras Al Jinz (N 22° 25.461’ E 059° 49.838’), dort machen wir es uns in einer Huette gemuetlich und laufen an den schoenen Strand. Prompt werden wir zu Essen eingeladen und wir koennen gar nicht anders, denn die netten Omanis reichen uns direkt das Essen in die Hand. Gastfreundschaft pur!

Nachts ist dann die Hoelle los, immer mehr Autos kommen an den Strand. Dann werden die Gruppen aufgeteilt, es sollen 300 Menschen sein, die alle die Meeresschildkroeten sehen wollen. Wir fuehlen uns schon nicht mehr wohl dabei, einfach zu viele Menschen. Angeblich waren es gestern sogar 900, unglaublich, zumal sich nicht alle an die Anweisungen halten, kein Licht zu machen und absolut leise zu sein. Wir sehen die Schildkroeten und sind sehr beeindruckt, verlassen aber bald den Strand, da wir das Gefuehl haben, die Schilkroeten bei der Eiablage zu stoeren .

Weiter geht es zum Adi Bani Khaled, aber ein bisschen entaeuscht sind wir dann schon, auch hier fuehrt mittlerweile eine “Autobahn” in das Tal und die Menschenmassen machen das Geniessen nicht einfacher. Sei es auch noch so schoen.



wadi bani khaled





Da gefaellt es uns auf dem Saiq-Plateau vom Jebel Akhdar schon besser,



saiq orange





denn hier ist nicht so viel los, seltsamerweise wollte man uns zuerst nicht hinauf lassen, da wir kein Allrad haben. Ich musste nur laut lachen, dann liess man uns grinsend passieren. Aber wofuer eigentlich Allrad? Nahezu alle Wege sind nagelneu asphaltiert und nachts sogar beleuchtet! Die Strasse hinauf ist richtig spektakulaer und muss sich hinter keiner in den Alpen verstecken.



saiq plateau serpentinen





Oben haben wir eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Berge und die Ebene. Hier oben schauen wir uns alte verlassene Doerfer an



saiq plateau dorf2





und Eva sucht stundenlang nach Fossilien.



saiq plateau





Unterschlupf finden wir in einem noch nicht fertiggestelleten Haus, zwar nicht romantisch, aber praktisch und windgeschuetzt, denn hier oben auf ca. 2.000 Metern ist es ohne die waermende Sonne ziemlich kalt.

Wieder in Nizwa treffen wir auf Klaus Demel mit seiner Gruppe, die gerade eine Motorradtour durch den Oman machen. Endlich mal wieder Motorradfahrer!!! Gemeinsam speisen wir in einem typischen omanischen Restaurant und verbringen einen netten gemeinsamen Abend.

Unser naechstes Ziel ist das Wadi Bani Awf und der Weg fuehrt uns wirklich spektakulaer ueber die Hazar Berge. Nur der Anfang ist asphaltiert, dann duerfen wir endlich mal wieder Schotter fahren. Oben auf dem Sattel machen wir eine kleine Pause



saiq sattel





und siehe da, schon wieder treffen wir auf Motorradfahrer, diesmal sind es Johann mit seiner Tochter Raffaela, die ein paar Wochen auf ihren 400er Suzukis unterwegs sind. Von ihnen haben wir schon von Klaus gehoert und mit Johann stand ich schon per Email in Kontakt, denn er baut Glasfibertanks (www.Enduro-Manufaktur.ch) und hat uns Tipps gegeben, als wir Probleme mit unseren Tanks in Namibia hatten.

Gemeinsam machen wir eine Brotzeit,



brotzeit mit schweizern





und wir bekommen sogar schweizer Marzipanlebkuchen zum Nachtisch. Leider fahren wir nicht in die gleiche Richtung, so trennen sich nach der Pause unsere Wege. Fuer uns geht es ziemlich steil in die Wadis hinunter



wadi bani awf abfahrt





und immer wieder bieten sich uns fantastische Ausblicke in die Landschaft.



wadi bani awf





Zu Beginn des Wadi Bani Awf finden wir eine ideale Moeglichkeit zum Zelten, zwar sind wir nicht alleine, aber das macht nix. Jean Luis ist ein Tourguide und auch er kennt Klaus, sofort laedt er uns zum Tee ein.

Auch die Kinder vom Nachbardorf schauen mal vorbei und freuen sich auf einem Motorrad sitzen zu duerfen



eva kinder moto oman3





Als es schon daemmert sehe ich 2 Motorraeder in der Ferne, sofort laufe ich ihnen entgegen und zeige ihnen den schoenen Platz. Es sind Kai und Claudia aus Hamburg, unterwegs auf KTM 640 und Suzuki DR 350. Beim gemeinsamen Tee tauschen wir am Abend Motorraderfahrungen aus.

Die Kueste Richtung Sohar finden wir nicht sonderlich attraktiv, nach einer Nacht am Strand reisen wir in die Vereinigten Arabischen Emirate ein. Die Grenze ist mal wieder einfach, wir muessen weder bei der Ausreise aus dem Oman noch bei der Einreise in die V.A.E. was bezahlen, das Visum fuer die V.A.E. bekommen wir fuer 60 Tage an der Grenze.

Bevor wir nach Dubai fahren, machen wir noch einen Abstecher zur Musandam Halbinsel, die wiederum zum Oman gehoert. Es gibt eine attraktive Piste in die Berge und wieder heraus, ohne das wir offiziell ins Land einreisen.



musandan





Leider ist es heute sehr diesig und ermoeglicht uns keine guten Ausblicke.

Danach geht es auf 6-spuriger Autobahn Richtung Dubai. Wir nehmen die Ausfahrt nach Sharjah, wo Stephan Ottewill wohnt, der uns eine Unterkunft angeboten hat. Der Verkehr ist ungewohnt, denn Staus hatten wir schon lange nicht mehr, doch dank der GPS Koordinaten kommen wir unserem Ziel immer naeher. Ploetzlich winkt jemand in einem schwarzen Gelaendewagen und noetigt uns zum Anhalten, es ist Stephan, welch ein Zufall. Er geleitet uns zu seiner Unterkunft. Und die ist der Hammer, im 14 Stock, direkt an der Corniche (Promeniermeile) von Sharjah und mit Blick auf das Meer. Wir koennen unser Glueck gar nicht fassen, zudem uns Stephan ein Zimmer mit eigenem Bad zur Verfuegung stellt.



Wir wuenschen Euch allen ein angenehmens und geruhsames Weihnachtsfest.

Wir denken an Euch und waeren gerne im Kreise unserer Familie.



DANKSAGUNG!!!!!

Diesmal wollen wir noch allen danken, die uns iregendwie geholfen haben oder uns mit Rat und tat zur Seite standen!!

Aber besonderer Dank geht an Ralf und Maren, die uns Ersatzteile mit nach Dubai brachten. Unser Anteil an ihren Gepaeck betrug laut ihrer Aussage ca. 70 % auf dem Hinflug!!! Mal sehen, wieviel es auf dem Ruecklug sind? ; - ) 

Natuerlich ein riesiges Dankeschoen an MEFO, von denen wir nun neue Reifen bekommen haben, dazu neue Pro Grip Motorradbrillen zu guenstigen Konditionen.

Klar auch Dank an Klaus Demel (www.Einfach-Losfahren.de), der uns die Reifen mit seinem Container mit nach Dubai brachte

Nachdem man mir den SOTTOILER Lube Tube vorm Hotel in Muscat gestohlen hatte, erklaerte sich ROCKOIL, der deutsche Importeur von SCOTTOILER bereit, mir einen neuen Lube Tube zu Weihnachten zu spendieren, klasse vielen Dank!!

Dank auch an KEDO, die uns zu guten Konditionen mit Ersatzteilen versorgen und immer mit Rat und Tat bereit stehen.

Dank an Christian Hauke, der uns die zusaetzlich benoetigten Teile, wie Nockenwelle mit nach Dubai brachte und Heiko Schuett, der vermittelete und mit KEDO telefonierte etc.

Dank auch an Fred Voland und seine Frau, Markus und Heinz, die alle Filme, Tabebuecher oder Souvenirs mit nach Deutschland nahmen.

Dank an meine Eltern und Evas Famile fuer die netten Weihnachtspakete mit den selbstgebackenen Leckerein, ueber die wir uns, so fern der Heimat immer besonders freuen!!



Und zu guter letzt natuerlich ein riesiges Dankeschoen an Stephan Ottewill unseren neuen Freund, der uns nun schon 14 Tage in Sharjah, bei Dubai beherbergt!!! Was auch nicht immer soooo einfach ist!!

Falls wir jemanden vergessen haben sollten bitte nicht boese sein, wir haben es bestimt nicht mit Absicht getan!!





Viele liebe Gruesse

aus Sharjah, bei Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten



Ralf & Eva



www.Motorradnomaden.de

around the world on 2 motorbikes


von RalEva um 09:23:57
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22.Dez.2005

(Bereich: Asien Werkstaetten)
Vereinigte Arabische Emirate - VAE - United Arab Emirates - UAE
DUBAI

Motorcycle City Dubai
MotorcycleCity
N 25° 11.088’
E 055° 21.203’
Mehr oder weniger vertrauenswuerdige vertragsfreie Werkstatt

Sandstorm Dubai
N 25° 09.195’
E 055° 14.075’)
Moto Cross Zubehoer

Motocross Dubai
N 25° 14.121’
E 055° 16.690’
Moto Cross Zubehoer

BMW Dubai
N 25° 10.436’
E 055° 14.716’

Yamaha Dubai
N 25° 09.405’
E 055° 13.836’
Die kennen noch nicht mal eine XT, trotzdem mal die GPS Koordinaten

PAKISTAN
RAWALPINDI - ISLAMABAD

HONDA
Malik Mohammad Bashir
Tipu Road, Near Sir Sayed Chowk, Rawalpindi
PH & Fax: 051-55.07.642
Mobile: 0333-51.39.455

Hi there,

we just want to let you know, that the guys in the shop destroyed the thread for the engineoil bolt on Evas motorcycle!!!
When we drove to the camping in Islamabad, the bolt was only half in and it was leaking too!!
Now we are in Kuala Lumpur / Malaysia and found out that the new Alternator last only 10.000 Km! : - ( 
But maybe that is good for Pakistan!!??
And we are spoiled from the good german mechanics??
GPS:
N 33° 36.233
E 073° 04.615


MALAYSIA
Motorcycle repair shop in Kuala Lumpur in Malaysia

SUNNY
Syarikat Motosikal Sunny
163, Jalan Genting Kelang, Setapak
53300 Kuala Lumpur, Malaysia

Tel: 603 4021 1661
Tel: 603 4022 0066
Fax: 603 4021 1088
HIP: 012-208 7881

GPS:
N 03° 11.630
E 101° 42.668

We don't know, if he is really good?
He was recommended by a lot of other bikers.
When we spoke to him it sounds good.
We are carefully now with recommendations, because we did for Rawalpindi and Dubai, and later the work was not that good!!!
They have to do a new alternator (See at Pakistan recommendation).
And 2 starterclutches at our bikes.
We will let yoy know, how long that lasts!!
But anyway, you have the GPS points now here!!
von RalEva um 21:04:01
2 Kommentare

11.Dez.2005

(Bereich: Afrika Links)
www.oa-n4.de
Fotofeeling
Yebo Africa
rsverlag
MotoAfryka


von RalEva um 11:51:21
2 Kommentare